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ICH WÜNSCHE MIR EINE ART
GREEN PEACE BEWEGUNG IM BEREICH SCHULE
KRITISCH, PROVOKATIV, RADIKAL, HANDLUNGSORIENTIERT UND PRAXISNAH! - Martin Näf, September 2006


ENTSCHULUNG SCHWEIZ - ZIELE, PROJEKTE, AKTIONEN
für eine andere Bildungspolitik - für eine humane Welt

  • VIELFALT STATT MONOKULTUR
  • SELBSTBESTIMMTES LEBEN INNERHALB EINER LEBENDIGEN GEMEINSCHAFT STATT FREMDBESTIMMTES LERNEN IN DER KUNSTWELT DER SCHULE
  • LEBENSQUALITÄT STATT LEBENSSTANDARD
  • KOORDINIERTE ABRÜSTUNG STATT SINNLOSEM RÜSTUNGSWETTLAUF AUCH IN SACHEN SCHULE UND (AUS)-BILDUNG ...
das sind einige Schlagworte, mit denen die Anliegen, um die es auf diesen Seiten geht, umschrieben werden können.
  • "Die Resultate der jetzigen Schule - worin bestehen sie? Abgenützte Hirnkraft, schwache Nerven, gehemmte Originalität, erschlaffte Initiative, abgestumpfter Blick für die umgebenden Wirklichkeiten, erstickte Idealität unter dem fieberhaften Eifer, es zu einem Posten zu bringen." - Das schrieb Ellen Key vor mehr als hundert Jahren in ihrem Bestseller "das Jahrhundert des Kindes". - Die Situation ist seither nicht besser geworden: durch ein Übermass an Belehrung von oben nach unten gefährden und zerstören wir in unseren Schulen heute wie damals genau die Fähigkeiten, welche wir an sich fördern wollen. Statt Zivilcourage und Mündigkeit, Kritikfähigkeit und Hilfsbereitschaft und ähnlich positive Tugenden produzieren wir in unseren modernen Schulen unterm Strich seit Jahrzehnten hauptsächlich viel individuelles Elend, Minderwertigkeitsgefühle, Stress, verkehrten Ehrgeiz oder Unterwürfigkeit und ein Mass an allgemeiner Gleichgültigkeit und Angepasstheit, durch welches unsere gesellschaftliche Reaktions- und Handlungsfähigkeit immer mehr bedroht wird. Unser Bildungswesen ist damit nicht nur eine Quälerei für viele Einzelne; es blockiert auch unsere gesellschaftliche Weiterentwicklung in geradezu fahrlässiger Weise. Dabei ist eine andere Bildungs- und Lernlandschaft möglich. Entsprechende Modelle und Erfahrungen gibt es seit Jahrzehnten. Was fehlt ist die Einsicht in die dringende Notwendigkeit eines Umdenkens im Bereich von Bildung und Schule und der Mut zur Veränderung.
    Das Projekt Entschulung.ch will zu dieser Veränderung beitragen, indem es all denen als Treffpunkt und als Plattform zum Gedankenaustausch dient, welche von ihrer Notwendigkeit überzeugt sind.
    Entschulung.ch geht davon aus, dass Kinder und Jugendliche sich dort am besten entwickeln, wo sie aufh eine ihren jeweiligen Bedürfnissen und Interessen entsprechende Weise am Leben der Gesellschaft teilnehmen können und ihren Wissens- und Kenntnishorizont erweitern, während sie in diese Welt hineinwachsen. ENTSCHULUNG.CH tritt deshalb für mehr Vielfalt und Selbstbestimmung in der Schweizer Bildungslandschaft ein. Dahinter steht die an sich urdemokratische Vision einer von vielen Gruppierungen und Einzelpersonen getragenen und gestalteten lebendigen Bildungs- und Lernlandschaft, welche den verschiedensten Bedürfnissen und Situationen gerecht zu werden vermag, wobei "Bildung" eher als Nebenprodukt eines erfüllten und engagierten Lebens denn als besondere, vom übrigen Leben abgetrennte Leistung begriffen wird.
  • Entschulung.ch ist sich bewusst, dass sich die schulischen Verhältnisse in den Pariser Vororten oder den Slums von Manila sehr von denen in einem gutbürgerlichen Quartier einer Schweizer Kleinstadt oder dem indischen Hinterland unterscheiden. Entschulung kann daher nicht an jedem Ort dasselbe heissen. Insgesamt glauben wir jedoch, dass der Grundgedanke der Entschulung – das Abgeben der Verantwortung von oben nach unten, von den Behörden an die Schulen, von den Lehrkräften an die Lernenden – in jeder Situation hilfreich und wichtig ist, wenn Bildung etwas anderes sein soll als die mehr oder weniger gut getarnte Gewöhnung an fremdbestimmtes Denken und Handeln.
    Entschulung ist keine Utopie, sondern eine der grossen Herausforderungen unserer Zeit! Das weltweit wachsende Interesse an Homeschooling, die Vielfalt an freien und alternativen Schulgründungen und die zahllosen Bemühungen der "Entschulung der Schule" machen deutlich, dass wir mit unserer Kritik am bestehenden Bildungssystem und unserer Vision einer anderen Lernkultur nicht alleine dastehen.

    Unsere Linksammlung zeigt Ihnen, wie aktuell das Thema Entschulung weltweit ist und wie es von verschiedenen Menschen an verschiedenen Orten umgesetzt wird. Angesichts der Fülle des im www auffindbaren Materials verzichten wir auf eine eigene Texttsammlung zum Thema. Stattdessen laden wir Sie ein, sich selbst im www kundig zu machen und anderen BesucherInnen dieser Seite in unserem Forum über Ihre Funde und Ihre eigenen Gedanken und Erfahrungen rund um das Thema entschulung zu berichten. Damit das Forum nicht von Werbemailmaschinen zum Absturz gebracht wird müssen Sie sich allerdings einloggen, wenn Sie einen eigenen beitrag veröffentlichen wollen. Doch keine Angst: Das verfahren ist einfach und hat zudem den Vorteil, dass Sie auf Wunsch per Email benachrichtigt werden, wenn jemand auf Ihren Beitrag reagiert hat. Unsere Sammlung von Zitaten zum Thema macht deutlich, dass die im Verlauf des 19. Jahrhunderts in der gesamten westlichen Welt eingeführte staatliche Zwangsbeschulung von Anfang an ein umstrittenes Projekt war. Unter dem Stichwort Impressum und Kontakt erfahren Sie schliesslich, wer hinter entschulung.ch steht und wie Sie mit uns Kontakt aufnehmen können - denn dass Sie dies tun, darauf hoffen wir! Erwünscht ist jede Art von Reaktion, jeder Hinweis und jeder Beitrag, denn das Thema ist wichtig und Vernetzung und gute Kontakte können uns helfen auch dort weiter zu kommen, wo Veränderungen zur Zeit noch unmöglich scheinen. ©2006 entschulung.ch